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Was kosten Versicherungsleads 2026? Echte Preise pro Sparte — und was Sie dafür wirklich bekommen

Taschenrechner, Vertragsunterlagen und Laptop auf dem Schreibtisch eines Versicherungsmaklers bei der Kalkulation von Leadkosten

Versicherungsleads kosten 2026 je nach Sparte zwischen 5 und 250 Euro pro Datensatz: einfache Sachsparten wie KFZ oder Hausrat liegen bei 5 bis 20 Euro, Vorsorge- und Gewerbesparten bei 25 bis 120 Euro, Krankenversicherung an der Spitze bei 60 bis 250 Euro. Exklusive Leads kosten das Zwei- bis Vierfache eines mehrfach verkauften. Entscheidend ist aber nicht der Leadpreis, sondern der Preis pro Abschluss — und der liegt in der Praxis beim Zehn- bis Vierzigfachen des Leadpreises. Dieser Beitrag zeigt die marktüblichen Spannen, die vollständige Rechnung dahinter und die rechtliche Verantwortung, die mit jedem gekauften Datensatz auf Sie übergeht.

Preise pro Sparte: die marktüblichen Spannen

Die folgenden Werte sind Erfahrungswerte aus Anbietervergleichen und Projekten mit Vermittlern. Sie gelten für Deutschland und für Leads mit vollständigen Kontaktdaten und Bedarfsangaben. Nach oben gibt es kaum eine Grenze — nach unten sollte Sie ein auffällig günstiger Preis misstrauisch machen.

SparteMehrfach verkauftExklusivTermin-Lead
KFZ5 – 12 €12 – 30 €
Hausrat / Privathaftpflicht6 – 15 €15 – 35 €
Wohngebäude12 – 30 €30 – 70 €90 – 180 €
Rechtsschutz8 – 20 €20 – 45 €
Photovoltaik & Elementar15 – 40 €40 – 90 €100 – 200 €
Altersvorsorge / Rürup / Riester20 – 60 €50 – 120 €150 – 300 €
Berufsunfähigkeit30 – 80 €70 – 150 €180 – 400 €
Gewerbeversicherung25 – 70 €60 – 140 €200 – 450 €
Betriebliche Altersvorsorge40 – 90 €90 – 200 €250 – 500 €
Private Krankenversicherung60 – 130 €130 – 250 €250 – 600 €
Baufinanzierung35 – 80 €80 – 160 €200 – 400 €

Zwei Muster stecken in dieser Tabelle. Erstens: Der Preis folgt der Provision, nicht der Qualität — PKV-Leads sind teuer, weil die Abschlussvergütung hoch ist, nicht weil die Interessenten besser sind. Zweitens: Der Sprung von „mehrfach verkauft“ zu „exklusiv“ ist fast immer eine Verdopplung bis Vervierfachung.

Exklusiv oder mehrfach verkauft — was der Unterschied bedeutet

Ein „geteilter“ Lead geht in der Regel an drei bis fünf Vermittler gleichzeitig. Für den Interessenten heißt das: fünf Anrufe innerhalb von zwei Stunden. Für Sie heißt es: Sie sind einer von fünf, und die Reihenfolge entscheidet mehr als die Beratungsqualität.

Die Folgen sind messbar. Bei mehrfach verkauften Leads liegen die Kontaktquoten typischerweise bei 30 bis 50 Prozent, bei exklusiven bei 55 bis 75 Prozent. Die Abschlussquote je erreichtem Kontakt unterscheidet sich noch deutlicher, weil ein mehrfach kontaktierter Interessent bereits genervt ist, bevor Sie die erste Frage stellen.

Prüfen Sie den Begriff „exklusiv“ im Vertrag. Manche Anbieter meinen damit nur „exklusiv innerhalb von 30 Tagen“ oder „exklusiv innerhalb unseres Portals“ — der Datensatz wird danach oder parallel über eine Schwestermarke erneut verkauft.

Was ein Abschluss wirklich kostet

Der Leadpreis ist der Einstiegspreis, nicht der Endpreis. Relevant ist, was ein Abschluss kostet. Die Rechnung dafür hat vier Stufen — hier mit realistischen Quoten für Berufsunfähigkeit, mehrfach verkauft, bei 60 Euro pro Lead:

StufeQuoteErgebnis aus 100 LeadsKosten je Einheit
Gekaufte Leads10060 €
Erreichte Kontakte40 %40150 €
Beratungstermine35 %14429 €
Abschlüsse30 %4,21.429 €

Aus 6.000 Euro Leadbudget werden vier Abschlüsse zu je rund 1.429 Euro Akquisekosten. Ob sich das rechnet, hängt allein an der Bewertungssumme: Bei einer BU mit 1.200 Euro Jahresbeitrag und marktüblicher Bewertung geht die Rechnung auf — knapp. Bei Sachsparten mit zweistelliger Abschlussprovision geht sie nie auf, weshalb dort auch nur Leads für 5 bis 15 Euro gehandelt werden.

Die Zahl, die Sie kennen müssen, ist Ihre eigene. Notieren Sie über 100 Leads hinweg vier Werte: erreicht, Termin, Angebot, Abschluss. Ohne diese vier Quoten ist jede Leadentscheidung geraten. Wie Sie das ohne Excel-Wahnsinn erfassen, gehört zu CRM & Automatisierung.

Die fünf Lead-Arten und was sie taugen

  • Fragebogen-Lead: Der Interessent hat auf einer Kampagnenseite Daten und Bedarf eingegeben. Der Standard — Qualität steht und fällt mit der Frage, wie ehrlich die Seite war, auf der er das getan hat.
  • Klick- oder Co-Registrierungs-Lead: Entstanden im Rahmen eines Gewinnspiels oder eines fremden Formulars mit vorangekreuzter Werbeeinwilligung. Billig, rechtlich heikel, praktisch wertlos.
  • Rückruf-Lead: Der Interessent hat aktiv einen Rückruf angefordert. Deutlich bessere Kontaktquote, Preis entsprechend höher.
  • Termin-Lead: Der Anbieter hat bereits einen Termin in Ihrem Kalender gesetzt. Teuer, aber die einzige Variante, bei der Sie für ein Ergebnis statt für eine Chance bezahlen. Prüfen Sie die Regelung für Nichterscheinen.
  • Bestands- oder Adress-Lead: Eine Liste ohne aktuellen Anlass. Für Vermittler in der Regel unbrauchbar und rechtlich der problematischste Fall.

Woran Sie schlechte Leadquellen erkennen

Zehn Warnzeichen, die sich vor dem Kauf prüfen lassen:

  1. Der Anbieter nennt die Quellseite nicht, auf der der Lead entstanden ist.
  2. Es gibt keine dokumentierte, nachweisbare Einwilligung mit Zeitstempel, IP und Formulartext.
  3. „Exklusiv“ steht im Angebot, aber nicht im Vertrag.
  4. Leads sind älter als 48 Stunden.
  5. Es gibt keine Reklamationsregel für falsche Nummern und Fantasiedaten.
  6. Mindestabnahmen mit Vorkasse und langer Laufzeit.
  7. Der Preis liegt deutlich unter Markt — dann ist die Quelle in der Regel ein Gewinnspiel.
  8. Keine Angabe, in welchem Umkreis der Lead entstanden ist.
  9. Der Anbieter verkauft dieselbe Sparte parallel über mehrere Marken.
  10. Keine Möglichkeit, mit 20 Test-Leads zu starten.

Der Test mit einer kleinen Charge kostet in der Regel 500 bis 1.500 Euro und beantwortet mehr Fragen als jedes Verkaufsgespräch.

Die Haftungsfalle: Wer trägt das Risiko?

Das ist der Punkt, den Leadanbieter selten von sich aus ansprechen: Wenn Sie einen gekauften Kontakt anrufen, sind Sie der Werbende im Sinne des UWG. Fehlt eine wirksame Einwilligung nach § 7 Abs. 2 UWG, haften Sie — nicht der Verkäufer der Adresse. Eine Klausel im Anbietervertrag, nach der „der Auftraggeber die Rechtmäßigkeit sicherstellt“, verlagert im Außenverhältnis nichts.

Dazu kommt die datenschutzrechtliche Seite: Sie werden mit dem Kauf Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Das bedeutet Informationspflicht nach Art. 13 bzw. 14 DSGVO beim ersten Kontakt, eine dokumentierte Rechtsgrundlage, ein Eintrag im Verarbeitungsverzeichnis und — je nach Konstellation — ein Vertrag mit dem Anbieter.

Was Sie deshalb vor dem ersten Anruf im Haus haben sollten: den vollständigen Formulartext der Quellseite, den Zeitstempel und die IP-Adresse der Einwilligung, die Bestätigung, für welche Sparten und welche Unternehmen sie erteilt wurde, und die Zusage, diese Nachweise im Streitfall herauszugeben. Wer das nicht bekommt, sollte nicht kaufen.

Hinweis: Dieser Abschnitt ist eine praxisorientierte Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung. Den Wortlaut von § 7 UWG finden Sie beim Bundesministerium der Justiz.

Gekaufte Leads oder eigene Anfragen? Die Gegenrechnung

Der ehrliche Vergleich rechnet nicht Lead gegen Lead, sondern Jahr gegen Jahr. Beispiel: ein Einzelmakler mit Schwerpunkt Berufsunfähigkeit und Gewerbe, Ziel sind zwölf Abschlüsse im Jahr.

Leads kaufenEigene Anfragen aufbauen
Einmalig0 €ab 1.900 € (Website + Anfragestrecke)
Laufend im Monatca. 1.500 € Leadbudgetab 690 € Betreuung + 400–900 € Werbebudget
Kosten Jahr 1ca. 18.000 €ca. 15.000–21.000 €
Kosten Jahr 2ca. 18.000 €ca. 13.000–19.000 €
Wettbewerb um den Kontakt3–5 Vermittlerkeiner
Was bleibt danachnichtsRankings, Bewertungen, Profil, Inhalte
Rechtliche Verantwortungbei Ihnen, Nachweis beim Drittenbei Ihnen, Nachweis im eigenen System

Im ersten Jahr nehmen sich beide Wege wenig. Der Unterschied entsteht ab Jahr zwei: Gekaufte Leads kosten jedes Jahr dasselbe, eigene Sichtbarkeit wird günstiger und ist gleichzeitig ein Vermögenswert. Wer den Bestand später einmal verkaufen will, merkt den Unterschied ein drittes Mal.

Die pragmatische Antwort ist deshalb selten „entweder — oder“: Leads zukaufen, solange die eigene Strecke aufgebaut wird, und den Zukauf zurückfahren, sobald eigene Anfragen kommen. Welche zwölf Wege es dafür gibt, steht in 12 Wege, planbar an neue Kunden zu kommen.

Sieben Fragen an jeden Leadanbieter

  1. Auf welcher konkreten Webseite ist der Lead entstanden — bitte URL?
  2. Wie lautet der Wortlaut der Einwilligung, und bekomme ich Zeitstempel und IP?
  3. An wie viele Vermittler geht derselbe Datensatz, und in welchem Zeitraum?
  4. Wie alt ist ein Lead bei Auslieferung im Durchschnitt?
  5. Welche Reklamationsgründe erkennen Sie an, und in welcher Frist?
  6. Kann ich Postleitzahlgebiete und Sparten selbst steuern?
  7. Kann ich mit 20 Leads testen, ohne Mindestlaufzeit?

Ein seriöser Anbieter beantwortet alle sieben schriftlich. Ausweichende Antworten auf Frage 1, 2 oder 3 sind ein Ausschlusskriterium.

Fazit

Leadpreise sagen wenig aus — Abschlusskosten sagen alles. Wer seine eigenen vier Quoten kennt, kann jedes Angebot in zwei Minuten bewerten und muss sich auf keine Versprechen verlassen. Und wer parallel anfängt, eigene Anfragen aufzubauen, verschiebt die Rechnung ab dem zweiten Jahr dauerhaft zu seinen Gunsten.

Wir rechnen das im kostenlosen Erstgespräch mit Ihren Zahlen durch: Was Ihre gekauften Leads pro Abschluss kosten, was eigene Anfragen in Ihrer Region kosten würden und ab welchem Monat sich der Wechsel rechnet. Was das kostet, steht offen auf unserer Preisseite.

Häufige Fragen

Je nach Sparte 5 bis 250 Euro: KFZ und Hausrat 5 bis 15 Euro, Rechtsschutz 8 bis 20 Euro, Altersvorsorge 20 bis 60 Euro, Berufsunfähigkeit 30 bis 80 Euro, Gewerbe 25 bis 70 Euro und private Krankenversicherung 60 bis 130 Euro als mehrfach verkaufter Lead. Exklusive Leads kosten das Zwei- bis Vierfache, vorqualifizierte Termine 90 bis 600 Euro.

Deutlich mehr als der Leadpreis. Bei einem BU-Lead für 60 Euro, 40 Prozent Kontaktquote, 35 Prozent Terminquote und 30 Prozent Abschlussquote liegen die Akquisekosten bei rund 1.430 Euro pro Abschluss. Als Faustregel gilt das Zehn- bis Vierzigfache des Leadpreises — abhängig von Ihren eigenen Quoten.

In der Regel ja, sofern die Exklusivität vertraglich zugesichert ist. Exklusive Leads erreichen typischerweise Kontaktquoten von 55 bis 75 Prozent gegenüber 30 bis 50 Prozent bei mehrfach verkauften. Prüfen Sie den Vertragstext: Manche Anbieter definieren Exklusivität nur zeitlich befristet oder nur innerhalb einer Marke.

Sie als Anrufer. Nach § 7 UWG ist der Werbende verantwortlich; eine Freistellungsklausel im Anbietervertrag wirkt nur im Innenverhältnis. Zusätzlich werden Sie mit dem Kauf datenschutzrechtlich Verantwortlicher und müssen beim ersten Kontakt nach Art. 13 bzw. 14 DSGVO informieren. Lassen Sie sich vor dem Kauf Formulartext, Zeitstempel und IP-Adresse der Einwilligung zusichern.

Im ersten Jahr sind beide Wege ähnlich teuer, weil eigene Sichtbarkeit eine einmalige Investition erfordert. Ab dem zweiten Jahr wird der eigene Weg günstiger: Rankings, Bewertungen und Inhalte bleiben bestehen, während Leadkosten jedes Jahr neu anfallen. Zudem konkurriert bei eigenen Anfragen kein anderer Vermittler um denselben Kontakt.

Über Google-Unternehmensprofil, eine Website mit klarer Anfragestrecke, zwei bis vier Sparten-Landingpages, Local SEO, Google-Bewertungen und lokale Anzeigen. TrendPlus setzt das für Versicherungsmakler, -vertreter und -berater deutschlandweit um — Einstieg ab 890 Euro einmalig plus 290 Euro monatlich, pro Ort nur ein Vermittler.

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