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Google 13 Min. Lesezeit

Google Unternehmensprofil für Versicherungsmakler: Die vollständige Einrichtung in 45 Minuten

Google-Unternehmensprofil eines Versicherungsmaklers auf einem Smartphone mit Kartenausschnitt und Bewertungen

Das Google-Unternehmensprofil ist für Versicherungsmakler der wirksamste kostenlose Kanal: Wer „Versicherungsmakler“ plus Ortsnamen sucht, sieht zuerst die Kartenbox mit drei Einträgen — und klickt überwiegend dort, nicht auf die Treffer darunter. Die vollständige Einrichtung dauert etwa 45 Minuten und besteht aus acht Schritten: Profil beanspruchen, Kategorie wählen, Standort oder Servicegebiet festlegen, Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos, Beschreibung und die selbst befüllte Frage-Antwort-Sektion. Die Entscheidung, an der die meisten Profile scheitern, fällt in Schritt 2 — deshalb steht sie hier ausführlich.

Warum das Profil für Vermittler mehr bringt als die Website

Bei lokalen Suchanfragen liefert Google zuerst das sogenannte Local Pack: eine Karte mit drei Unternehmenseinträgen, darunter erst die organischen Ergebnisse. Auf dem Handy — und von dort kommt die Mehrheit dieser Suchen — füllt dieser Block praktisch den ganzen sichtbaren Bereich.

Für ein Maklerbüro bedeutet das: Ein vollständig gepflegtes Profil schlägt regelmäßig eine bessere Website mit halb gepflegtem Profil. Und anders als Anzeigen kostet es nichts außer der Zeit, die Sie einmal investieren.

Der zweite, oft übersehene Effekt: Das Profil ist eine der Quellen, aus denen auch KI-Assistenten ihr Bild von Ihrem Unternehmen zusammensetzen. Wer dort unvollständig steht, fehlt nicht nur in der Karte — er fehlt auch in der Antwort, wenn jemand ChatGPT nach einem Makler in seiner Stadt fragt. Wie das zusammenhängt, steht in Von ChatGPT empfohlen werden.

Vorbereitung: Was Sie bereithalten sollten

  • Ein Google-Konto, das Ihnen gehört — nicht dem Praktikanten, nicht der früheren Agentur.
  • Firmenname exakt so, wie er im Impressum steht.
  • Anschrift, Telefonnummer, Website-Adresse — in genau der Schreibweise, die auch im Impressum steht.
  • Ihre Vermittlerregisternummer (für die Beschreibung).
  • Fünf bis zehn Fotos: Sie selbst, Büro von außen, Beratungsplatz, Team, Eingang.

Zur Kontofrage: Wenn ein früherer Dienstleister das Profil angelegt hat, beantragen Sie den Zugriff über die Funktion „Inhaberschaft anfordern“. Legen Sie kein zweites Profil an — doppelte Einträge zum selben Unternehmen schwächen beide und werden von Google zusammengelegt oder entfernt.

Schritt 1: Profil anlegen oder beanspruchen (10 Minuten)

Suchen Sie zuerst bei Google nach Ihrem Firmennamen plus Ort. Drei Fälle sind möglich:

  • Es gibt kein Profil. Legen Sie über google.com/business ein neues an.
  • Es gibt ein Profil, aber niemand hat es beansprucht. Klicken Sie auf „Als Inhaber eintragen“ — der Regelfall bei Unternehmen, die aus öffentlichen Datenquellen automatisch angelegt wurden.
  • Das Profil gehört jemand anderem. Über „Zugriff anfordern“ geht eine Nachricht an den aktuellen Inhaber. Reagiert er nicht, können Sie nach einigen Tagen die Übertragung beantragen.

Anschließend folgt die Bestätigung. Je nach Fall bietet Google Postkarte, Telefonanruf, E-Mail oder ein kurzes Video an. Das Video ist inzwischen die häufigste Variante: Sie filmen in einem Durchgang Ihr Geschäftsschild, den Arbeitsplatz und einen Nachweis, dass Sie dort arbeiten. Bis zur Freischaltung vergehen wenige Tage bis zwei Wochen — die Einrichtung können Sie in der Zwischenzeit fortsetzen.

Schritt 2: Die Kategorie — hier entscheidet sich alles (5 Minuten)

Die Hauptkategorie ist der mit Abstand stärkste Hebel im gesamten Profil. Sie bestimmt, bei welchen Suchanfragen Sie überhaupt in Frage kommen. Alles andere — Bewertungen, Fotos, Beschreibung — wirkt erst innerhalb dieser Vorauswahl.

Die Regel: Wählen Sie den Eintrag, der Ihren tatsächlichen Status am genauesten trifft. Tippen Sie im Kategoriefeld „Versicherung“ ein und sehen Sie sich die Vorschläge an — Google pflegt diese Liste laufend nach, weshalb hier bewusst kein fester Wortlaut steht. Als unabhängiger Makler wählen Sie den Eintrag für Versicherungsmakler, als gebundener Vertreter den für die Agentur.

Was Sie nicht tun sollten:

  • Eine breitere Kategorie wählen, weil sie „mehr abdeckt“. Das Gegenteil passiert: Sie konkurrieren mit Banken und Finanzvertrieben und verlieren die Anfragen, die Sie eigentlich wollen.
  • Fünf Zusatzkategorien anlegen, die nur entfernt passen. Zwei bis drei präzise Zusatzkategorien sind wirksamer als sieben ungenaue.
  • Suchbegriffe in den Firmennamen schreiben. „Müller Versicherungsmakler Siegen BU KFZ Gewerbe“ verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen. Im Namensfeld steht der Name, sonst nichts.

Schritt 3: Adresse oder Servicegebiet? (5 Minuten)

Diese Entscheidung wird selten bewusst getroffen, hat aber Folgen. Google unterscheidet zwei Arten von Einträgen:

Mit sichtbarer AdresseServicegebiet ohne Adresse
Passt fürBüro, das Kunden empfängtBeratung beim Kunden oder per Video
Sichtbarkeitstark am Standortverteilt über das Gebiet
Karteneintragfester PinFläche statt Punkt
Homeofficeproblematischvorgesehene Lösung

Wer vom Wohnsitz aus arbeitet und keine Kunden empfängt, sollte die Adresse ausblenden und ein Servicegebiet festlegen — das ist der von Google vorgesehene Weg und kein Nachteil. Wer ein Büro mit Publikumsverkehr hat, zeigt die Adresse: Der feste Standort ist in der lokalen Suche ein Vorteil, den man nicht verschenken sollte.

Servicegebiet realistisch setzen: Zwei bis drei Orte oder ein Landkreis. Wer „ganz Nordrhein-Westfalen“ einträgt, wird nirgends stark — Google verteilt das Signal, statt es zu bündeln.

Schritt 4: Öffnungszeiten und Sonderzeiten (3 Minuten)

Tragen Sie ein, wann Sie tatsächlich erreichbar sind — nicht Wunschzeiten. Falsche Zeiten sind einer der häufigsten Gründe für negative Bewertungen: Jemand fährt hin oder ruft an und erreicht niemanden.

Pflegen Sie außerdem die Sonderzeiten für Feiertage und Urlaub. Google zeigt kurz vorher einen Hinweis im Profil, wenn Feiertagszeiten fehlen — und wer sie einträgt, gilt als aktiv gepflegter Eintrag.

Schritt 5: Leistungen einzeln anlegen (7 Minuten)

Der am meisten unterschätzte Abschnitt. Legen Sie jede Sparte als eigenen Leistungseintrag an — nicht „Versicherungsberatung“ als Sammelposten, sondern einzeln:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Private Krankenversicherung
  • Gewerbeversicherung
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Wohngebäude- und Elementarversicherung
  • Altersvorsorge und Ruhestandsplanung

Zu jedem Eintrag gehört eine kurze Beschreibung von zwei bis drei Sätzen. Diese Texte tauchen in der Detailansicht des Profils auf und werden von Google für die Zuordnung zu Suchanfragen ausgewertet. Beschränken Sie sich auf die Sparten, die Sie wirklich beraten — ein Bauchladen wirkt hier genauso beliebig wie auf der Website.

Schritt 6: Fotos (5 Minuten)

Profile mit echten Fotos werden deutlich häufiger angeklickt als solche mit Logo allein. Für ein Maklerbüro reicht ein überschaubarer Satz:

  • Profilbild: Ihr Logo.
  • Titelbild: Sie selbst oder das Büro von außen — nicht das Logo ein zweites Mal.
  • Außenansicht: damit Besucher den Eingang wiedererkennen.
  • Innenansicht: der Platz, an dem beraten wird.
  • Team: Gesichter, keine Stockfotos.

Stockfotos schaden hier mehr, als sie nützen: Wer ein generisches Handschlag-Bild sieht, schließt daraus, dass es nichts Echtes zu zeigen gibt. Laden Sie alle zwei bis drei Monate ein neues Bild nach — Aktivität ist ein Signal.

Schritt 7: Die Beschreibung (5 Minuten)

Sie haben 750 Zeichen. Der Aufbau, der funktioniert:

  1. Satz 1 — die Einordnung: Wer Sie sind, für wen, wo. „Unabhängiger Versicherungsmakler in [Ort] für Handwerksbetriebe und Selbstständige.“
  2. Satz 2–3 — die Schwerpunkte: Zwei bis drei Sparten beim Namen nennen.
  3. Satz 4 — der Statusbeleg: Erlaubnis nach § 34d GewO, Registernummer. Das ist in dieser Branche ein Vertrauensfaktor und zugleich ein Signal, das Suchmaschinen und KI-Systeme auswerten.
  4. Satz 5 — der nächste Schritt: Wie man einen Termin bekommt.

Keine Aufzählung von Suchbegriffen, keine Preise, keine Werbeversprechen — beides verstößt gegen die Richtlinien und wird bei einer Prüfung entfernt.

Schritt 8: Fragen und Antworten selbst befüllen (5 Minuten)

Kaum jemand nutzt diesen Abschnitt — und genau deshalb lohnt er sich. Sie dürfen dort selbst Fragen stellen und beantworten. Damit besetzen Sie die Fläche, bevor es jemand anderes tut, und beantworten die Einwände, die ohnehin kommen.

Fünf Fragen, die sich in der Praxis bewährt haben:

  • Was kostet ein Beratungsgespräch bei Ihnen?
  • Sind Sie unabhängig oder an eine Gesellschaft gebunden?
  • Beraten Sie auch online oder nur vor Ort?
  • Welche Bereiche decken Sie schwerpunktmäßig ab?
  • Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Antworten Sie in zwei bis vier Sätzen, sachlich und vollständig. Diese Passagen sind kurz, klar und beantworten eine konkrete Frage — genau das Format, das Suchmaschinen und KI-Assistenten am liebsten zitieren.

Nach der Einrichtung: 15 Minuten pro Woche

Ein Profil, das einmal befüllt und dann nie wieder angefasst wird, verliert über Monate an Sichtbarkeit. Der Aufwand danach ist überschaubar:

AufgabeRhythmusZeit
Bewertungen beantworteninnerhalb von 48 Stunden5 Min.
Beitrag veröffentlichenalle 1–2 Wochen5 Min.
Neue Frage beantwortenbei Bedarf2 Min.
Foto nachlegenalle 2–3 Monate2 Min.
Kennzahlen ansehenmonatlich5 Min.

Für die Beiträge eignen sich Beratungsanlässe: eine Gesetzesänderung, ein typischer Schadenfall, eine Frist. Kein Verkauf, sondern das, was Sie einem Kunden ohnehin erklären würden.

Bewertungen: der stärkste Hebel — und der heikelste

Bewertungen wirken auf die Position in der Kartenbox und auf die Entscheidung des Besuchers. Der übliche Fehler ist nicht, dass falsch gefragt wird — sondern dass gar nicht gefragt wird.

Was funktioniert: im richtigen Moment persönlich fragen — nach einer erfolgreichen Schadensregulierung, nach dem abgeschlossenen Vergleich, nach dem Gespräch, das etwas geklärt hat. Mit einem direkten Link auf das Bewertungsformular, den Sie im Profil unter „Bewertungen erhalten“ abrufen können. Zwei bis drei neue Bewertungen im Monat genügen, um in einem Jahr an fast jedem lokalen Wettbewerber vorbeizuziehen.

Was Sie nicht dürfen: Bewertungen kaufen, sie mit Vorteilen vergüten oder gezielt nur zufriedene Kunden ansprechen und unzufriedene aussparen. Das verstößt gegen die Google-Richtlinien und ist zugleich wettbewerbsrechtlich angreifbar. Fragen dürfen Sie jeden — unabhängig davon, wie die Bewertung ausfallen wird.

Antworten Sie auf alles, auch auf Kritik. Die Antwort schreiben Sie nicht für den Verfasser, sondern für die nächsten fünfzig Menschen, die sie lesen: sachlich, ohne Rechtfertigung, mit einem konkreten Angebot zur Klärung. Und ohne jede Angabe, die Rückschlüsse auf ein Vertragsverhältnis zulässt — Ihre Verschwiegenheitspflicht gilt auch in einem öffentlichen Antwortfeld.

Die sieben häufigsten Fehler

  1. Suchbegriffe im Firmennamen. Richtlinienverstoß mit Sperrrisiko, und Google filtert solche Einträge ohnehin heraus.
  2. Abweichende Schreibweise von Name, Adresse oder Telefonnummer zwischen Profil, Impressum und Verzeichnissen. Jede Abweichung schwächt das Vertrauen in die Daten.
  3. Zweites Profil angelegt, weil der Zugang zum ersten fehlte. Doppelte Einträge schaden beiden.
  4. Keine Kategorie geprüft — die automatisch vorgeschlagene übernommen und nie hinterfragt.
  5. Adresse sichtbar ohne Publikumsverkehr. Führt zu Beschwerden und im schlimmsten Fall zur Sperrung.
  6. Bewertungen unbeantwortet. Ein Profil ohne einzige Antwort wirkt verwaist.
  7. Website-Link zeigt auf die Startseite, obwohl es eine passende Seite gibt. Verlinken Sie die Seite, die zur Suchabsicht passt.

Die maßgeblichen Vorgaben stehen in den Richtlinien von Google für Unternehmensprofile.

Was das Profil messbar bringt

Im Profil selbst finden Sie unter „Leistung“ die Zahlen, auf die es ankommt: über welche Suchbegriffe Sie gefunden wurden, wie viele Menschen auf die Website geklickt, angerufen oder die Route abgerufen haben. Sehen Sie sich monatlich vier Dinge an:

  • Anrufe: die direkteste Konversion des Profils.
  • Website-Klicks: zeigt, ob das Profil Interesse erzeugt.
  • Suchbegriffe: die ehrlichste Keyword-Recherche, die Sie bekommen — echte Anfragen echter Menschen aus Ihrer Region.
  • Verhältnis Marken- zu Sachsuchen: Wer nur über den eigenen Namen gefunden wird, hat noch keine neue Nachfrage erschlossen.

Die Suchbegriffe aus diesem Bericht sind zugleich die beste Grundlage für die Themen Ihrer Website — dort steht schwarz auf weiß, wonach Ihre Nachbarschaft tatsächlich sucht.

Fazit

45 Minuten einmalig, danach eine Viertelstunde pro Woche — mehr braucht der Kanal nicht, der lokalen Vermittlern die günstigsten Anfragen bringt. Die wichtigste Einzelentscheidung ist die Kategorie, der häufigste Fehler sind uneinheitliche Firmendaten, und der größte ungenutzte Hebel sind Bewertungen, nach denen niemand fragt.

Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Profil im Vergleich zu den Kollegen in Ihrer Stadt dasteht: Wir sehen es uns im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam an. Die laufende Betreuung von Profil, lokalen Rankings und Bewertungen gehört zu SEO & Local SEO für Versicherungsvermittler.

Häufige Fragen

Die Hauptkategorie sollte den tatsächlichen Status möglichst genau treffen: unabhängige Makler wählen den Eintrag für Versicherungsmakler, gebundene Vertreter den für die Versicherungsagentur. Google pflegt die Kategorienliste laufend nach — tippen Sie im Kategoriefeld „Versicherung“ ein und wählen Sie den passendsten Vorschlag. Dazu kommen zwei bis drei präzise Zusatzkategorien; mehr schadet, weil das Signal verwässert.

Nur, wenn Sie Kunden an dieser Adresse empfangen. Wer vom Wohnsitz aus arbeitet oder beim Kunden berät, blendet die Adresse aus und legt stattdessen ein Servicegebiet fest — das ist der von Google vorgesehene Weg. Eine sichtbare Privatadresse ohne Publikumsverkehr kann zu Beanstandungen und im schlimmsten Fall zur Sperrung des Profils führen.

Je nach Verfahren wenige Tage bis etwa zwei Wochen. Google bietet abhängig vom Fall Postkarte, Telefonanruf, E-Mail oder ein kurzes Bestätigungsvideo an; das Video ist inzwischen die häufigste Variante. Das Profil lässt sich in der Wartezeit bereits vollständig befüllen — sichtbar wird es erst nach der Bestätigung.

Ja, das Fragen selbst ist erlaubt und der wirksamste Hebel überhaupt. Nicht erlaubt sind gekaufte Bewertungen, Vergütungen oder Vorteile für positive Bewertungen und das gezielte Ansprechen ausschließlich zufriedener Kunden. Beides verstößt gegen die Google-Richtlinien und ist wettbewerbsrechtlich angreifbar.

Nichts. Das Profil ist kostenlos, ebenso Beiträge, Fotos, Leistungen und die Kennzahlen unter „Leistung“. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Anzeigen schalten. Der einzige Aufwand ist Zeit: etwa 45 Minuten für die Einrichtung und rund eine Viertelstunde pro Woche für die Pflege.

TrendPlus ist eine auf die Versicherungsbranche spezialisierte Digitalagentur aus Kreuztal (NRW) und übernimmt Einrichtung, Kategorien, Leistungen, Bewertungsprozess und die laufende Pflege deutschlandweit — als Teil von Local SEO ab 290 Euro monatlich. Pro Ort wird nur ein Vermittler betreut; das Erstgespräch ist kostenlos.

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